Die Hockeygötter haben endlich Gnade walten lassen und den Schreiberling nach knapp zweimonatiger Zwangssperre inklusive sadistischer Physiotherapeutik (ich weiss, dieses Wort hat bis jetzt nicht existiert, jetzt schon) wieder in die wohlriechende Garderobe der Rusty Knights einziehen lassen. In der Zwischenzeit, also seit knapp Jahresende bis Anfang März hat sich die Tabellensituation der Knight`s ein wenig verbessert, dank einigen Siegen. Trotzdem steht das Team noch nicht fix in der Tabellenmitte, sondern mit einem Bein im Abstieg und mit einem Bein darüber. Die heutigen Punkte ist also so wichtig für das Team, wie .. was soll hier als Vergleich taugen? Schwierig, weil die Punkte zu holen wirklich wichtig ist.
In der Garderobe war die Stimmung gut, die Aufstellung nicht Topbesetzung, sollte jedoch funktionieren. 3 Sturmlinien, 2 Center, 2 Verteidigerlinien, 1 Goalie, kein Trainer und keine Fans. So weit, so klar die Ausgangslage.
Bully, Start und so. Die Jaguars spielen ein sehr hartnäckiges Forechecking und setzen uns so immer sehr früh unter Druck. Die Konsequenz daraus ist, dass wenig Pässe von uns ankommen und dementsprechend wenige Angriffe auf den Keeper der Jaguars stattfindet. Und wenn mal etwas klappt, dann ist da ja noch der Keeper, der einen guten Tag eingezogen hat. Oder einfach sonst stark ist. Nach knapp einer Viertelstunde, Bully vor unserem Tor, Schuss auf Joe, Abpraller, Verteidiger ist zu langsam dran und 0:1. Doof. 2 Minuten später, erneuter Angriff und ein flatteriger Schuss über die Fanghand zum 0:2. Die Knights können leider keinen Anschlusstreffer erzielen und so geht es mit Rückstand in die Pause. Durchschnaufen, Banänli, youknowthedrill
Im Mitteldrittel geht das Ganze in etwa gleich weiter wie vor der Pause, konsequentes Forechecking der Jaguars, die immer einen Schritt schneller sind als wir und die kleinen Dinge besser machen. Für sie ist es das vorletzte Saisonspiel und die Punkte nicht nur nebensächlich. Insgesamt sind sie motivierter den Sieg zu holen, dies lassen sie uns immer wieder spüren. Einige Spieler sind ein wenig übermotiviert und überschreiten die feine Grenze des Erlaubten hie und da. Die Folge davon ist, dass bei knapp Spielhälfte jeweils ein Spieler pro Team für 2 lange Minuten auf der Strafbank Platz nehmen darf. 5 gegen 5 wird weitergespielt, doch dann zusätzliche Strafe gegen die Knights. Im 5 gegen 4 fällt das 0:3. Knapp 3 Minuten später, 0:4. Wie genau, wird hier verdrängt. Der Breakaway wäre vermeidbar gewesen. Eine Sache ist, wenn die Backs zu langsam zurück sind, die andere Sache, wenn der Keeper kein Glück hat. Das Drittel geht zu Ende, ohne dass die Knights dem Endgegner im Tor der Jaguars den Puls in die Höhe gejagt haben.
Okay, letztes Drittel. Kleiner Wechsel in der Aufstellung, Verteidiger gegen Flügel getauscht, in der Hoffnung doch noch den Shutout zu vermiesen. Der Teekessel ist allerdings bereits ziemlich leer. Da kommt viel zu wenig. Nach knapp sieben Minuten ein Schuss vor dem Tor. Der eigene Verteidiger macht einen Screen vor Joe und es heisst 0:5. Es gibt noch einige Strafen auf beiden Seiten, weil sich nicht immer alle Spieler einige darin sind, was jetzt erlaubt ist und was nicht. Oder einfach in einen Streit verwickelt sind. Das Thema des Streits kann nicht immer eruiert werden; vielleicht geht es um die globale Erwärmung, feministische Unterdrückung, allgemeine Teuerung die sich bei den vielen gebrochenen Spielstöcken zu Buche schlägt, das neue Album von Rihanna das laut Gerüchten nur aus Gospelsongs bestehen soll, die Wichtigkeit der korrekten Grammatik bei verbalen Beleidigungen oder vielleicht hat es sogar mit dem Spiel zu tun, welches nicht wirklich befriedigend ausfällt für die Rusty Knights. Tja, und irgendwann erlöst und die Sirene.
Fazit: Wir hätten genau so gut einfach im Bett bleiben und auf dem Handy 3x25 Minuten Katzenvideos schauen können. Das Forfait Resultat wäre dasselbe gewesen. So gewinnt man leider in der FHL Gruppe B kein Spiel. Was nehmen wir mit aus dieser Niederlage? Es bleiben noch 2 Spiele, in denen wir wichtige Punkte holen können. Ob das allerdings auch reicht, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, wird sich zeigen. Jetzt ist erstmals individuelle Erholung angezeigt und mit dem sonnigen