

Hallo liebe Freunde des gepflegten Hartgummipucksrumgeschubse! Inoffizieller Saisonstart 26/27 stand fett und rot in Schriftgrösse 48 in der Agenda unter dem Datum 12.09.2026 eingetragen. Und ganz fett stand dort auch noch „Swiss Life Arena“. Ja, die Herren der ZSC Lions haben uns an diesem schönen Spätsommerabend ihre heilige Halle überlassen, damit wir gegen die Black Goat Rebels aus dem schönen Ticino unsere 3. Saison einläuten dürfen. Puckdrop um 19:30, fast wie die Profis vom „Z“ würden wir die Gemäuer rocken, soweit der Plan. Das Line-Up mit 3 vollen Linien wurde mit einigen Gastspielern ergänzt; auf dem Papier sah das doch schon mal vielversprechend aus! Leider haben es 2 Spieler an diesem Abend nicht bis in die Garderobe geschafft; böse Kommentare spare ich mir an dieser Stelle. Hätten wir das früher gewusst, hätten wir Malgin und Knak vielleicht noch aufbieten können, aber da war es bereits zu spät. Wir hatten also 2 Center, 3 Flügellinien und 3 Verteidigerpaare und Gastkeeper Jan im Tor.
Die Strategie war simpel; zusammen schönes Eishockey zu spielen. Schon beim Warmup in dieser tollen Halle spürten wir, dass es eine besondere Kulisse ist. Grosses Dankeschön an dieser Stelle für die Organisation! Auf dem Eis fand ich das Stadion lustigerweise fast kleiner im Vergleich dazu, wenn ich als Fan auf der Tribüne sitze. Komische Dinge gibt es.
Warmup, Puckdrop, Los geht`s! Wir hatten keine Ahnung, wie der Gegner einzuschätzen war, merkten aber relativ rasch, dass die ganz genau wissen, was und wie sie es tun. Wir unsererseits hatten eher Mühe den Rhythmus zu finden. Pässe kamen nicht an, Positionen wurden nicht gehalten, Druck wurde wenig aufgebaut. Wir konnten unsere Defizite mit Hingabe kompensieren. Müdi mit der roten Hose und den roten Handschuhen fand im Drittel der Black Goat Rebels zur Scheibe und erwischte den Goalie zwischen den Beinen! Da waren doch schon fast 2/3 des ersten Spielabschnittes durch. Jubel! Doch die Führung hielt nur knapp 2 Minuten an, da konnten die Rebels bereits ausgleichen. Müdi`s Motivation war dadurch noch mehr angestachelt und knapp 2 Minuten später schoss er an den linken Pfosten zum 2:1! Mit der Führung ging es in die kurze Pause.
Unsere angereiste Fankurve war sicherlich kleiner im Vergleich zum grossen „Z“, doch ganz leer war sie nicht. Eher still und ohne Trompete. Der Trompeter vom Z war anscheinend nicht informiert gewesen, dass wir Spiel hatten, anyway, ob er (SPOILER) bei so vielen Toren genug Luft gehabt hätte um jedes Mal zu tröten, sei dahingestellt.
Mitteldrittel: Keeper Jan zauberte bei vielen Aktionen und liess die Black Goat Rebels teilweise fast verzweifeln, doch nach Drittelshälfte schlug es innerhalb von 2 Minuten gleich 2 Mal bei ihm ein. Unsere Defensive sah dabei gar nicht gut aus. Wir liessen den Rebels zu viel Raum und verteidigten zu brav. Es war zwar ein Spiel ohne Checks, doch ein wenig mehr Körperkontakt und Bedrängnis wäre nicht falsch gewesen. Wir hatten stetig mehr Mühe um dem Gegner entgegenzuhalten. Sie schossen aus allen Richtungen auf Jan und er hielt tapfer durch. Nach knapp 20 Minuten fiel das 2:4. Wir hatten wenige Aktionen auf der anderen Seite, so dass der BGR Keeper ein relativ ruhiges Drittel hatte.
Endlich wurde das Eis von der roten Zamboni gereinigt. Wir wollten im Schlussdrittel nochmals Vollgas geben. Reichte der Energietank noch dafür? Nach knapp 10 Minuten war es erneut Müdi, der den Puck zum 3:4 einnetzte; ich habe leider nicht gesehen wie. Eine Minute später! Marco Götz schiesst fast von der roten Linie aus und macht den Ausgleich! WAHNSINN! Doch die BGR sind nicht in Schockstarre verfallen und kontern umgehend zur erneuten Führung. MIST! Es dauert nochmals knapp 6 Minuten und die BGR erhöhen zum 4:6. Was für eine Nervenpartie! Dann Lattenpfostenschuss von uns, welcher ärgerlicherweise nicht hinter der Linie landet! Der Druck baut sich auf und Fabio kann einen Rebound verwerten zum 5:6! Es wurde knapp 4 Minuten vor Spielende nochmals spannend! Wurden wir Keeper Jan für einen 6. Feldspieler opfern? Die Frage tauchte auf, doch nach 2 Minuten fiel dann doch noch das entscheidende 5:7, welches auch das Endresultat bedeutete.
Fazit: Wir haben noch einige Schrauben, an denen wir drehen können/müssen und somit Luft nach oben. Das Spiel in dieser tollen Arena hat absolut Spass gemacht und wird sicherlich unvergessen bleiben. Der Schreiberling hat die lässige Afterparty in der Garderobe mit den BGR noch miterlebt, doch wie es im Paddy`s zu und herging, entzieht sich seinen Kenntnissen, da er nicht mittun konnte.
Wir freuen uns auf ein hoffentliches Rückspiel in Bellinzona! Grazie a tutti e arrivederci!
Und nicht vergessen an dieser Stelle, wir müssen noch unbedingt