Saisonabschluss Freundschaftsspiel Rusty Knights – HC Zürisee Sharks
Frau Holle musste ihren Wecker, den sie wohl bereits im Keller eingemottet hatte nochmals hervorgeholt haben. An diesem schönen verschneiten Morgen liess sie nochmals das halbe zürcher Oberland im schneeweissen Gewand auftreten. Wir haben als Auswahl die Varianten Schneemannbauen, Schneeballschlacht oder gelbe Namen in den Schnee zu schreiben. Die meisten entscheiden sich für Eishockey. Der eine oder andere Rusty Knight plus einige Gastspieler fanden sich trotz Zeitumstellungsraub in der Garderobe ein, für einen gebührlichen Saisonabschluss. Einspielen, Karussell und 2 gegen 1. Nicht zum 1. Mal in dieser Saison reichte die Zeit nicht mehr für Schüsse auf Joe. Könnten wir mal thematisieren für 26/27. Die Sharks kämpften gleichfalls mit einer gewissen Grundmüdigkeit im oberen Stübchen und machten die Räume nicht so eng, wie wir es sonst gewohnt sind. Nach knapp 10 Minuten eröffnet Yäne das Score mit dem 1:0. Das Spielt ist eher verspielt-verpeilt, die Aktionen nicht unbedingt zwingend. 5 Minuten später, Slap von Gastspieler Roger; 2:0. Anspiel, Angriff; Dave ist hinter dem Sharks Keeper und zaubert einen Move (genau hab ich es ja nicht gesehen, weil nicht auf dem Eis gestanden) zum 3:0. Die Sharks haben ihre Delfinmaske abgelegt und zeigen jetzt, dass auch sie spielen können. Schuss auf Joe, die Scheibe fällt ihm wie ein legendes Huhn zwischen die Beine, welches der Sharksstürmer mit nachstochern zum 3:1 macht. Viele Pässe kommen nicht an, wenig stimmt in der gesamten Organisation. 3 Minuten vor Drittelsende kommt Gastspieler Lux an die Scheibe und erhöht zum 4:1. Dave ist heute heiss und in den letzten Sekunden vor der Pause erhöht er zum 5:1. Das Resultat schmeichelt doch eher. Vieles passt nicht zusammen; Stellungsspiel überzeugt nicht immer, Auslösung eher schwierig, Pässe ungenau, Spielübersicht naja. Ist der Schlendrian eingezogen oder ist es unterbewusst die Einstellung, weil es ja nur ein Freundschaftsspiel Ende Saison ist? Wahrscheinlich ein wenig von beidem.
Mitteldrittel beginnt so, wie wir aufgehört haben. Nach 6 Minuten stehen wir in der Zone der Sharks; Lux passt zur blauen Linie, Fox schiesst, Rebound, Lux schiebt ein zum 6:1. Ziemlich kanadisch, nice! Dann wieder eine Phase, wo wenig passiert und klappt. Nach 10 weiteren Minuten; irgendwie kommt es zum 6:2. Okay, Polster ist ja noch gross genug, denken sich die Knights. 4 Minuten später brennt es wieder vor dem Tor der Sharks und erneut ist es Dave, der die Scheibe über die Linie bringt zum 7:2. Letzte Spielminute; einer der Sharksschützen zieht von der blauen Linie ab, der Schuss wird noch abgelenkt zum 7:3. Kann mal passieren. Kurz durchatmen, die schneegestöberten Gedanken sortieren, an den Strand denken, welcher in wenigen Wochen wartet: der bequeme Liegestuhl, anregender Duft von Kokosssonnencreme in der Nase, Eiswürfel im Longdrinkglas. Etwa so. Das einzige Eis ist momentan jedoch flach und eine Mischung aus Schweiss und Amoniak als Duftnote. Würd ich auch nicht unbedingt empfehlen abzulecken, aber das ist ein anderes Thema.
Das Schlussdrittel wartet. Können die Sharks nochmals was reissen oder war es das gewesen? Die Seriösität und Dringlichkeit eines Ligaspiels ist heute nicht gegeben und das wiederspiegelt sich auf dem Eis eindeutig. Das Spiel ist nicht sehr attraktiv, der Gegner nicht dominant und jeder kann, muss aber nicht. So in etwa. Joe geht zu weit aus dem Tor und ist nicht rechtzeitig zurück, so dass der Sharksstürmer freie Schussbahn hat. Vielleicht war das auch das Tor beim 6:2, aber das ist nicht so relevant jetzt. 7:4. Das Drittel ist sonst relativ rasch erzählt, es stimmt bei vielen Dingen nicht so ganz, wie wenn es das 1. Saisonspiel wäre. Könnten wir besser, wissen wir alle selbst. Nicht tragisch, wenn wir nicht die Bestleistung abrufen können in diesem Spiel. Letzte Spielminute; Gastspieler Päde schiesst zum Endresultat 8:4 in diesem strafenlosen Spiel.
Fazit: Der Gegner war nicht dominant und erlaubte viele kleine Fehler auf unserer Seite, welche nicht bestraft wurden. Für die neue Saison sind einige Dinge auf der Liste, welche wir verbessern können/müssen/wollen/sollten. Es liegt weniger an Dingen wie z.B. der individuellen Fitness, sondern an grundlegenden Dingen wie Spielaufbau, Passqualität, Kampfgeist, Kommunikation, Goalkeeper, Spielverständnis. Es ist klar, dass wir Plausch spielen und nicht in der National League; einen gewissen Anspruch müssen wir allerdings haben, sonst sehen wir in der Gruppe B der FHL alt aus. Das haben wir einige Male in der Saison 25/26 erlebt.
Es wäre schön, wenn einige Spieler die verletzungsbedingt oder wegen anderen wichtigen Verpflichtungen wenige bis keine Spiele absolvieren konnten, in der anstehenden Saison wieder dabei sein und mit Vollgas das ritterliche Team unterstützen könnten.
Bis dahin ist aber noch ein weiter Weg, welcher zuerst über sonnige Sandstrände, kiloweise Schoggiglace, klebrige Sonnencreme und deftige Grillorgien führt. Bier hab ich aufgezählt? Wenn es nicht wie bald Benzin rationiert werden wird, muss die eine oder andere Flasche Bier sicher auch noch herhalten. Gerüchte halten sich hartnäckig, das der eine oder andere sich fit halten will und auch mal heimlich in einer Eishalle das Eis zerkratzen wird. Wir werden sehen… Was allerdings als sichere Info gilt, ist dass